Wiedergründung und Aufbau – Bereitschaftsleitungen
Nach der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 und dem Ende des 2. Weltkrieges wurde das Rote Kreuz im Saarland verboten. Erst nach langem drängen erlaubte die französische Militärregierung im Dezember 1948 deren Wiederzulassung als „Saarländisches Rotes Kreuz“, deren Wiedergründung noch in demselben Monat erfolgte. Mit der Wiedergründung (nach Wirren des Krieges) des Deutschen Roten Kreuzes im Jahre 1950, erfolgt kurze Zeit später die Anerkennung durch die Bundesregierung und 1952 die Anerkennung durch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Nach der Eingliederung nach Deutschland, trägt das saarländische Rote Kreuz (bisher unter französischer Besatzung) den Namen Deutsches Rotes Kreuz – Landesverband Saarland.
Neubeginn und Aufbau nach 1948 1948 erlaubte die französische Militärregierung die Bildung des „Saarländischen Roten Kreuzes“. Den Voritz beim DRK-Dudweiler übernimmt Frau Hedwig Wunn bis 1950, anschließend bis 1953 Wilhelm Küntzer, dann für kurze Zeit Albert Hartmann, anschließend von 1953 – 1972 Heinrich Ortseifen. Nach Ende des II. Weltkrieges hatten die DRK-Helfer die in der Rettungsstelle lagernden Sanitätsbestände und Ausrüstungsgegenstände, in die Räume des Schulgebäudes in der Scheidter Straße geschafft. So war es möglich, dass, sofort nach Zulassung des Saarländischen Roten Kreuzes, die Vereinstätigkeit wieder aufgenommen werden konnte.
1948 Hochwasserkatastrophe in Saarbrücken. Dudweiler Helfer betreuen Hochwassergeschädigte in der Verpflegungsstation St. Michaels-Kirche.
1949 erfolgte die Neugründung der Jugendgruppe unter Leitung von Elli Steuer und Alois Meyer, mit über 100 Jugendlichen.
Dudweiler DRK-Helfer bei der Flutkatastrophe in den Niederlanden, mit IKRK. 1953 gehören der DRK-Bereitschaft Dudweiler, im Saarländischen Roten Kreuz, 45 Helferinnen und 54 Helfer an.
1960 wird das Feuerwehrgerätehaus seiner Bestimmung übergeben und dem DRK stellt man Räume für die Mitbenutzung zur Verfügung. 1962 erfolgt das Grubenunglück Luisenthal, Dudweiler DRK-Helfer sind bei der Identifizierung und im Knappschaftskrankenhaus Quierschied tätig. 1962 übergibt Christian Luckenbill die Leitung des Spielmannszuges vom DRK-Dudweiler an Reinhold Monzel.
1963 überläßt die Stadt dem DRK-Ortsverein, das nicht mehr als Volksschule genutzte Gebäude in der Scheidter Straße. Erstmals besitzt der Ortsverein sein „eigenes Haus“ um den dringend benötigten Schulungsraum einzurichten. Es werden jährlich 400 Erwachsene und ca. 150 Schüler in Kursen des DRK ausgebildet. Es wird ebenfalls eine Pflegedienstausbildung angeboten. In der Bereitschaft besteht neben dem Sanitätsfachdienst ebenfalls ein Sozial-, Funk- und technischer Dienst.
Mit anderen Hilfsorganisationen, wie der Feuerwehr, dem Bundesluftschutzverband und dem DLRG werden in den folgenden Jahren wiederholt gemeinsame Übungen durchgeführt, um die Hilfeleistungen zu koordinieren und die Effektivität insgesamt zu verbessern.
1973 wird der Rot-Kreuz Spielmannszug eigenständig unter dem Namen:
Spielmannszug 1926 „Frei weg“ e.V. Dudweiler,
unter dem Vorsitz von Reinhold Monzel. 1973/74 baut die Stadt Dudweiler eine neue Unterkunft für das Rote Kreuz, neben dem Feuerwehrgerätehaus, nach langem drängen des 1. Vorsitzenden Lothar Kessel.
Nach der Gebiets- und Verwaltungsreform gehört der DRK-Ortsverein Dudweiler seit dem 1. Januar 1974 zum Kreisverband Saarbrücken-Stadt.
1975 stirbt Lothar Kessel und Bezirksbürgermeister Hermann Schon wird einstimmig zum Vorsitzenden und Wolfgang Hoffmann zum Stellvertreter gewählt.
